Wird für eine persönliche Ansprache und die Zuordnung der Anfrage benötigt.
Empfehlung: Beibehalten. Ein gemeinsames Namensfeld ist meist einfacher als zwei getrennte Felder.

Formulare sind für viele Landingpages der finale Schritt: Die Besucher sollen mit wenigen Klicks zur Anfrage oder zum Kauf gelangen. Jedes zusätzliche Feld, jede Unklarheit oder jeder Fehler erhöht aber die Absprungrate. Optimiere daher dein Formular, indem du es so einfach und verständlich wie möglich gestaltest – ohne notwendige Informationen zu verlieren.
Je weniger Felder ein Formular hat, desto höher die Einsendungsrate. Zugleich steigen aber bei sehr wenigen Feldern die unqualifizierten Anfragen. Weniger Felder → mehr Leads, mehr Felder → bessere Lead-Qualität. Finde das richtige Gleichgewicht: Frage zunächst nur die wichtigsten Pflichtangaben ab (Name, E‑Mail oder Telefonnummer) und passe die Länge an dein Angebot an. Ein kurzes Formular senkt die Einstiegshürde; für komplexe Services kann ein längeres, mehrstufiges Formular besser qualifizieren.
Klare Beschriftungen (Label) neben dem Feld sind entscheidend. Vermeide unklare Abkürzungen oder Fachbegriffe. Die Label-Positionierung sollte dem Lesefluss folgen: Rechts- oder oberhalb angeordnete Labels helfen nachweislich, dass Nutzer schneller und fehlerfrei ausfüllen.
Placeholder-Texte (Text im Feld) sind modern, haben aber Einschränkungen. Sie sparen Platz, doch verschwinden sie bei Eingabe oder Fehlern – das kann verwirren. Verwende Platzhalter nur bei sehr kurzen Formularen (z.B. Login). In allen anderen Fällen nutze sichtbare Labels, damit Nutzer wissen, was die Felder bedeuten, selbst wenn sie das Formular schon angeklickt haben.

Fehler sollten sofort und verständlich angezeigt werden, idealerweise direkt neben dem fehlerhaften Feld. Helfende Fehlermeldungen erklären klar, warum ein Eingabefehler aufgetreten ist und wie der Nutzer ihn korrigiert. So bleibt der Besucher motiviert und weiß, was zu tun ist.
Moderne Formulare nutzen Inline-Validierung: Während der Nutzer tippt, wird sofort Rückmeldung gegeben (Häkchen oder rote Fehlermeldung). Untersuchungen zeigen, dass Formulareffizienz und -zufriedenheit stark steigen, wenn der Nutzer sofort positives oder korrigierendes Feedback erhält.
Erleichtere den Nutzern das Ausfüllen: Aktiviere Browser- und Geräte-Autofill (zwischengespeicherte Daten) und deaktiviere keine Eingabe-Hilfen. Deklariere passende Eingabetypen (HTML type) für Felder: bei E‑Mail das email-Feld, bei Telefonnummern tel, bei Postleitzahl number etc. So zeigt das Smartphone die richtige Tastatur an.
Formulare sind oft der Ort, an dem Besucher freiwillig personenbezogene Daten teilen. Beachte unbedingt die DSGVO-Prinzipien: Erhebe nur die Daten, die du wirklich brauchst (Datensparsamkeit). Biete unmittelbar im Formular einen Link zu deiner Datenschutzerklärung an (z.B. „Detaillierte Infos finden Sie in unserer Datenschutzerklärung“). Stelle zudem sicher, dass die Seite mit HTTPS verschlüsselt ist – die Daten sollten bei der Übertragung geschützt sein (TLS/SSL). Eine überflüssige Checkbox für „Ich akzeptiere die Datenschutzerklärung“ ist nicht nötig, solange der Hinweis vorhanden ist.

Bei sehr umfangreichen Formularen zahlt es sich aus, sie in mehrere Schritte aufzuteilen. Mehrstufige Formulare zeigen dem Nutzer zunächst nur wenige Fragen an und erhöhen damit die Bereitschaft, sie überhaupt anzufangen. Dieser „Fuß-in-der-Tür“-Effekt sorgt dafür, dass ein Nutzer nach dem ersten kleinen Schritt eher am Ball bleibt. Wichtig ist, in jedem Schritt nur zusammengehörige Fragen zu stellen und den Fortschritt sichtbar zu machen (z.B. „Schritt 2 von 4“). Das signalisiert Transparenz und hält die Motivation hoch.
Gerade im B2B-Bereich ist die Lead-Qualität oft wichtiger als die Quantität. Wenn dein Vertriebskapazität begrenzt ist, kannst du im Formular gezielte Qualifizierungsfragen stellen, etwa nach Budget, Kaufzeitraum oder Unternehmensgröße. Dies reduziert zwar die Anzahl der Einsendungen, verbessert aber die Trefferquote. Frage diese erst am Ende ab – der Nutzer bewährt sich dann schon als potenzieller Lead. Überlege auch, welche Informationen schon im ersten Schritt notwendig sind: Häufig reicht zu Beginn eine E‑Mail (oder Telefonnummer), alle weiteren Details können später abgefragt werden (auf einer Dankesseite oder in einem Folgeprozess).
Der Formular-Button ist dein letzter Conversion-Punkt: Er sollte klar aussprechen, was passiert und/oder was danach kommt. Anstelle von generischem „Absenden” oder „Weiter” schreib aussagekräftige Texte wie „Kostenlose Analyse anfordern” oder „Ich will loslegen“. Viele Nutzer lesen den Buttontext sogar, bevor sie anfangen zu tippen. Ein sprechender CTA steigert Motivation und Verständnis: er verbindet die Handlung mit einem Nutzen oder Ergebnis.
Nach dem Absenden des Formulars kommt die Dankesseite. Gestalte sie so, dass sich der Nutzer bestätigt fühlt. Bestätige konkret: „Ihre Anfrage ist eingegangen – wir melden uns innerhalb von X Werktagen“. Vermeide einfach ein leeres „Danke“. Nutze die Gelegenheit, um Vertrauen zu stärken (z.B. Hinweis auf kostenfreie Beratung, Social Proof) und ggf. einen weiteren sinnvollen Schritt anzubieten (weitere Ressourcen, Terminbuchung). Eine gute Erfolgsseite schließt den Prozess ab und gibt dem Nutzer ein sicheres Gefühl.

Viele Besucher füllen Formulare mobil aus – optimiere deshalb für Touchscreens. Sorge dafür, dass alle Felder und Buttons auch auf kleinen Bildschirmen gut lesbar und antippbar sind. Halte Buttons mindestens 44×44 Pixel groß, mit ausreichend Abstand zueinander. Richte das Layout responsiv aus (z.B. Felder untereinander statt nebeneinander) und kürze Texte, wo nötig. Vermeide das horizontale Scrollen in Feldern: Platziere sie linksbündig, damit sie ins Sichtfeld passen. Prüfe auf verschiedenen Geräten: Ein Formular, das mobil schlecht zu bedienen ist, verliert sonst viele Anfragen.
Die kontinuierliche Optimierung deines Formulars zahlt sich aus. Nutze Web-Analytics und A/B-Tests, um Schwachstellen zu erkennen (z.B. hohe Abbruchrate an bestimmten Feldern). Jeder erkannte Mangel – ob unklare Fehlermeldung, fehlender Datenschutz-Hinweis oder schlechtes Layout – ist eine Chance für mehr Conversions. Mit jedem vereinfachten Feld, jeder verständlichen Formulierung und jedem nutzerfreundlichen Detail steigerst du die Anzahl der eingehenden Anfragen. Setze also an diesen Punkten an und reduziere die Reibung – dann konvertieren auch mehr Besucher zu Kunden.